KMF Sanierung in Niedersachsen
Bei dem technisch in der Regel einfachen Ausbau von Mineralfaserdämmstoffen ist vor den Arbeiten die anzuwendende Schutzstufe festzulegen. Hierfür werden in der TRGS 521 die Arbeiten an und mit KMF-Produkten typisiert und in 3 Schutzstufen unterteilt.In Abhängigkeit an die Einstufung sind dann die entsprechenden technischen, organisatorischen und Personenschutzmaßnahmen zu ergreifen.
Weiterhin gilt es zu beachten, dass alle KMF-Materialien, die zur Entsorgung anfallen, gemäss AVV (Abfall-Verzeichnis-Verordnung) einzustufen und zu behandeln sind. Seit dem 01.01.02 gilt demnach: Abfallschlüsselnummer: AVV 17 06 03 Einstufung: besonders überwachungsbedürftig.
Rufen Sie an, und machen einen Beratungstermin in Sachen Gesundheit, zum Thema KMF Sanierung in Niedersachsen
Eigenschaften von KMF Stoffen
Künstliche Mineralfasern, sogenannte KMF, sind im wesentlichen aus Glasrohstoffen oder Gesteinen unter Verwendung von Recycling-Materialien und Zusatzstoffen (Binder und Öle) hergestellte Dämmstoffe. Diese Dämmstoffe sind geeignet, Fasern an die Umgebung abzugeben.Aufgrund Ihrer günstigen physikalischen Eigenschaften, vergleichsweise geringen Kosten bei Herstellung und Verarbeitung sowie vielfältigen Anwendungsgebiete sind KMF auch heute noch ein beliebter Baustoff.
Handeln! - Aber wann ?
Handlungsbedarf liegt erst dann vor, wenn alte Mineralfasern in die Atemluft der Gebäude- oder Wohnungsnutzer gelangen. Die Beurteilung hierfür erfolgt im ersten Schritt über eine baufachliche Gebäude- oder Wohnungsuntersuchung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass mit zunehmendem Gebäudealter infolge von äußeren Einflüssen, unsachgemäß ausgeführten Wartungsarbeiten, etc. die Emissionen von KMF in die Raumluft ansteigen können.Beispiele hierfür sind undichte Deckenabhängungen und insbesondere Lüftungsverluste in Lüftungsanlagen, wobei diese Verluste durch den im Leitungssystem vorhandenen Überdruck in Kleinstleckagen von Anflanschungen, Leitungsübergängen und –anschlüssen entstehen. Ein Teil des Überdruckes wirkt auf die Kaschierungen, wodurch es zu Faseremissionen kommen kann.
Werden bei der Gebäudebegehung solche Fehlstellen festgestellt, kann über Raumluftuntersuchung die Faserbelastung der Innenraumluft festgestellt werden. In den meisten Fällen (aber nicht immer) reicht es jedoch aus, die Fehlstellen fachgerecht abzudichten und auf die Raumluftmessung zu verzichten.